Tutorial für Probenäh-Fotos

von www.katedamate.de

 

Ihr seid das erste Mal bei einem Probenähen dabei?

Dann denkt daran; schöne Fotos sind total wichtig für die Schnittersteller, da sie als Werbung für den Schnitt genutzt werden sollen.

Hier zeige ich euch, wie ihr mit einigen Tipps eure Bilder verbessern könnt und somit auch in Zukunft tolle Werbung für euch selbst als Probenäher habt.

Ihr könnt übrigens auch mit einem aktuellen Smartphone gute Bilder machen, wenn ihr die nachfolgenden Tipps beherzigt. Es braucht nicht immer eine Spiegelreflex mit allem Drum und Dran.

 

1.) Licht

Das allerwichtigste ist wirklich immer nur bei Tageslicht zu fotografieren, das macht locker die Hälfte der Bildqualität aus.

Indoor-Fotos bitte nur in Räumen, die genug Tageslicht haben. Falls es draußen regnet und trüb ist, wartet lieber einen Tag, das sollte euch ein gutes Foto wert sein.

Wer nicht gerade ein Fotozelt mit Profi-Leuchten im Wohnzimmer stehen hat, sollte wirklich auf die Sonne warten.

Am besten klappen natürlich immer Outdoor-Bilder in der Natur, hier bitte nur darauf achten, dass im Bild keine Schatten sind (wenn ein Teil des Bildes im Schatten liegt und ein Teil in der Sonne kann das das ganze Bild kaputt machen).

 

2.) Hintergrund

Achtet auf einen einheitlichen Hintergrund.

Ein klassisches, zu vermeidendes Motiv ist „Kind vor Wohnzimmertür“ oder „Kind auf dem Bett“. Das wirkt leider immer chaotisch und unruhig.

Wenn ihr euer Kind Indoor fotografiert, dann am besten nur mit Fotowand, wenn nicht geht lieber raus, das gibt einfach viel schönere Bilder.

Und auch draußen solltet ihr auf einen ruhigen, einheitlichen Hintergrund achten. Zu vermeiden; fremde Menschen, Müll oder Unordnung im Hintergrund, das lenkt ab.

Gut ist: eine Wiese oder eine schöne (!) Mauer im Hintergrund, vor einem Baum oder schönen Busch oder auch auf dem Spielplatz.

Wenn ihr Kleidung im Liegen (also ohne Model) fotografiert, bügelt diese direkt vor dem Fotografieren, sonst sieht es schnell nach Flohmarkt aus.

Zur Präsentation eignen sich besonders einheitliche Untergründe, für den Anfang könnt ihr ein großes weißes Stück Stoff schön glatt bügeln und da euer Nähwerk drauflegen. Manche nehmen auch gerne ein weißes Schaf-Fell.

Oder ihr hängt eine Schnur entlang einer Zimmerwand auf, die frei von Bilder etc ist, und hängt die Klamotten mit Klammern auf, so habt ihr auch einen ruhigen Hintergund.

 

3.) Deko

Versucht die Deko auf den Bilder möglichst zu begrenzen. Wenn ihr unsicher seid, lasst sie lieber ganz weg, das wirkt dann professioneller.

Deko sollte immer zum Thema passen und das Nähwerk unterstreichen, ihm aber nicht die Show stehlen. Sprich, wer sich ein Kleid aus Hula-Blüten-Stoff näht, könnte im Hintergrund ein kleines Bild von einer Ananas (Blechschild, Postkarte...) drapieren.

 

4.) Models

Bitte nehmt als Models am besten euch und eure Kinder. Wenn ihr andere Kinder (von der Nachbarin z.B.) für ein Probenähen fotografiert, lasst euch am besten eine kurze schriftliche Genehmigung zur Nutzung der Fotos geben, damit die Schnittmusterersteller keine Probleme bekommen, wenn sie diese Bilder gewerblich nutzen.

Ob man seine Kinder mit oder ohne Gesicht zeigt, bleibt jedem selbst überlassen. Man kann auf jeden Fall auch wunderschöne Fotos seiner Nähwerke machen, ohne dabei das Gesicht der Kinder zu zeigen, achtet mal darauf, wenn ihr die Bilder anderer Näherinnen anschaut.

 

5.) Bildbearbeitung

Zu meinen Standards bei der Bildbearbeitung gehören das Zuschneiden der Bilder, z.B. um eventuelle störende Details am Bildrand zu entfernen und manchmal noch eine kleine Farbkorrektur. Dafür reicht schon das kostenlose Programm paint.net

Weitere Programme mit vielen schönen Extras, wie z.B. auch tolle Schriften einfügen, sind Picmonkey oder Picsart.